Der steile Weg zum Glück

Ich befinde mich am Anfang einer Strasse. Vor mir: eine wunderschöne Velostrecke. Ich steige auf mein Rad, setze mich auf meinen Sattel uns loooos geht’s! Anfangs bleibt meine Fahrt angenehm, denn sie führt geradeaus. Danach erscheint plötzlich eine Steigung. Ich zögere nicht und trete in die Pedale. Es ist ein langer Weg nach oben. Und inzwischen ist die Sonne voll da und brennt mir im Nacken. Ich beschliesse, einen Zwischenstopp zu machen. Ich esse und trinke was. Und schon geht’s weiter, immer weiter. Und noch immer geht es nur hinauf. Mich überkommt das Gefühl der Erschöpftheit. Ich beginne, nur noch gradlinig zu denken. „Ich muss da rauf. Koste es, was es wolle“. Gleichzeitig merke ich, wie ich mich immer mehr meinem Ziel nähere. Der Himmel scheint näher zu kommen. Und irgendwann erreiche ich völlig erschöpft mein Ziel auf der Spitze des Berges.

Weshalb das ganze? Weshalb die Mühe? Ein weises Sprichwort besagt: Ohne Fleiss, kein Preis. Und mein Preis ist diese wunderschöne Aussicht. Und aus meinem gradlinigen Denken erscheinen mir plötzlich nur noch schöne und freie Gedanken. Hier oben ist es so schön, da würde man am liebsten für immer bleiben.

Das Leben ist wie diese Velofahrt. Manchmal muss man sich in der Hintern kneifen, denn sonst erreicht man nichts. Und jede Mühe zahlt sich irgendwann aus. Am Gipfel des Berges empfindet man Glückseligkeit. Und Glückseligkeit ist es, was das Leben lebenswert macht.

Sags in Deinen Worten.